Freitag, 2. Februar 2007
Lärmende Stille
blackbirdblue, 03:15h
mes jours comme mes nuits
sont en tous points pareils
sans joies et pleins d'ennuis
personne ne murmure "je t'aime" a mon oreille
Das nächtliche Wälzen und Grübeln ist zu einer lästigen Routine geworden. Wenn die Stille droht, mich zu erschlagen, und die Gedanken mich all zu sehr quälen, öffne ich das Fenster. Ich möchte schreien, doch die kalte Nachtluft dringt in meine Lunge und lähmt mich.
Ich schließe die Augen und atme mich satt...
sont en tous points pareils
sans joies et pleins d'ennuis
personne ne murmure "je t'aime" a mon oreille
Das nächtliche Wälzen und Grübeln ist zu einer lästigen Routine geworden. Wenn die Stille droht, mich zu erschlagen, und die Gedanken mich all zu sehr quälen, öffne ich das Fenster. Ich möchte schreien, doch die kalte Nachtluft dringt in meine Lunge und lähmt mich.
Ich schließe die Augen und atme mich satt...
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Montag, 8. Januar 2007
Niemand ist eine Insel!
blackbirdblue, 00:32h
Ich kämpfe mich durch die anonymen Gesichter der Großstadt.
Ein zerknautschter Trenchcoat drängt mich zur Seite, eine mauergeblümte Stoffjacke, wird von zwei kleinen, bunten Anoraks an mir vorbei gezogen. Für einen kurzen Moment bin ich abgelenkt und schon stoße ich unsanft mit einem grauen Anzug zusammen (mmh, Mohair?). Ich schlängle mich hinter dem braunen Tweed-Mantel vorbei, und weiche einer Gruppe jugendlicher Parkas aus. Ein Schubsen von rechts, ein Stolpern links – der dunkle Strom der Passanten drängt sich mir erbarmungslos entgegen und droht mich mitzureißen.
Ich treibe im Meer der verlorenen Seelen.
Auch nach Jahren in der Großstadt bin ich Außenstehende. Abweichlerin. Allein dem emsigen Treiben zuzusehen, raubt mir den Atem. Doch manchmal geschieht das Unvermeidbare. Dann bin ich mittendrin. Mitgerissen und doch zurückgelassen, geduldet, ignoriert, geschubst und letzlich wieder ausgestoßen. Ich bin ein Teil des Ganzen und gehöre doch nicht dazu. Ein Spatz unter Tauben.
Bertolt wartet schon auf mich. Ich geselle mich zu ihm auf die Bank, erzähle ihm, wie es mir in letzter Zeit ergangen ist: von den schlaflosen Nächten, den sinnfreien Tagen, und von der Sylvester-Party auf der ich einem alten Bekannten begegnet bin, mit dem ich dann die Vereinbarung traf, dass wir beide -falls sich "nichts Besseres" ergibt- in dieser Nacht einander körperlichen Trost spenden würden.
Niemand ist eine Insel!
Bertolt hört zu und lächelt mild. So wie er es immer tut, wenn ich ihn an neuen Anekdoten aus meinem Leben teilhaben lasse. Für einen Moment scheint es, als wolle er mir einen väterlichen Rat geben. Doch er bleibt stumm. Und plötzlich wirkt sein Lächeln fast abfällig.
Also verabschiede ich mich...
...und lasse mich wieder durch die Straßen treiben.

Ein zerknautschter Trenchcoat drängt mich zur Seite, eine mauergeblümte Stoffjacke, wird von zwei kleinen, bunten Anoraks an mir vorbei gezogen. Für einen kurzen Moment bin ich abgelenkt und schon stoße ich unsanft mit einem grauen Anzug zusammen (mmh, Mohair?). Ich schlängle mich hinter dem braunen Tweed-Mantel vorbei, und weiche einer Gruppe jugendlicher Parkas aus. Ein Schubsen von rechts, ein Stolpern links – der dunkle Strom der Passanten drängt sich mir erbarmungslos entgegen und droht mich mitzureißen.
Ich treibe im Meer der verlorenen Seelen.
Auch nach Jahren in der Großstadt bin ich Außenstehende. Abweichlerin. Allein dem emsigen Treiben zuzusehen, raubt mir den Atem. Doch manchmal geschieht das Unvermeidbare. Dann bin ich mittendrin. Mitgerissen und doch zurückgelassen, geduldet, ignoriert, geschubst und letzlich wieder ausgestoßen. Ich bin ein Teil des Ganzen und gehöre doch nicht dazu. Ein Spatz unter Tauben.
Bertolt wartet schon auf mich. Ich geselle mich zu ihm auf die Bank, erzähle ihm, wie es mir in letzter Zeit ergangen ist: von den schlaflosen Nächten, den sinnfreien Tagen, und von der Sylvester-Party auf der ich einem alten Bekannten begegnet bin, mit dem ich dann die Vereinbarung traf, dass wir beide -falls sich "nichts Besseres" ergibt- in dieser Nacht einander körperlichen Trost spenden würden.
Niemand ist eine Insel!
Bertolt hört zu und lächelt mild. So wie er es immer tut, wenn ich ihn an neuen Anekdoten aus meinem Leben teilhaben lasse. Für einen Moment scheint es, als wolle er mir einen väterlichen Rat geben. Doch er bleibt stumm. Und plötzlich wirkt sein Lächeln fast abfällig.
Also verabschiede ich mich...
...und lasse mich wieder durch die Straßen treiben.

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Freitag, 5. Januar 2007
Verblühte Momente
blackbirdblue, 12:44h
11.44 Uhr
Müdigkeit lähmt meine Glieder. In den Augen klebt der Dreck der letzten Stunden.
Mit den ersten Sonnenstrahlen waren die Gedanken, die mir zuvor den Schlaf geraubt hatten, verschwunden. Die Dämonen waren vor dem Licht geflohen und hatten eine ausgeweidete Hülle meiner Selbst zurück gelassen.
Mit der Hand streiche ich über das Laken neben mir: kalter Stoff, wo vor einiger Zeit noch warme Haut zu spüren war. Meine Fingerspitzen tasten Zentimeter für Zentimeter ab, versuchen die Erinnerung zu fühlen, sie zum Leben zu erwecken.
Wer labt sich nicht gern am süßen Nachgeschmack vergangener Zeiten?
Doch die Bilder in meinem Kopf bleiben leblose Abzüge der eigentlichen Ereignisse. Obwohl ich Tag für Tag die kleinen Gedankenschnipsel sortiere, abspeichere und jeden noch so flüchtigen, aber wichtigen Augenblick sorgfältig in meine kleine Gedenk-Bibliothek einordne, gelingt es mir nicht die Erinnerungen am Leben zu erhalten. Sie verblassen mehr und mehr und sind bald kalt und entseelt . Aus farbigen, bewegten Bilder werden graue, staubige Gedankenprotokolle. Gut sortiert, aber tot.
Wir sind, was wir erinnern. Wenn ich mich an die Momente erinnere, in denen ich glücklich war, sollte mich das eigentlich glücklich machen. Und so ist das akribische Sammeln von vergangenen Augenblicken der Versuch, das kleine Glühen einzufangen, welches das Herz schneller schlagen lässt, die Venen erweitert, bis man glaubt, man platzt. Den kleinen Funken, der kurz aufleuchtet um im nächsten Moment für immer verloschen zu sein, zu konservieren...
... um in einsamen Momenten etwas zu haben, das einen wärmt...

Müdigkeit lähmt meine Glieder. In den Augen klebt der Dreck der letzten Stunden.
Mit den ersten Sonnenstrahlen waren die Gedanken, die mir zuvor den Schlaf geraubt hatten, verschwunden. Die Dämonen waren vor dem Licht geflohen und hatten eine ausgeweidete Hülle meiner Selbst zurück gelassen.
Mit der Hand streiche ich über das Laken neben mir: kalter Stoff, wo vor einiger Zeit noch warme Haut zu spüren war. Meine Fingerspitzen tasten Zentimeter für Zentimeter ab, versuchen die Erinnerung zu fühlen, sie zum Leben zu erwecken.
Wer labt sich nicht gern am süßen Nachgeschmack vergangener Zeiten?
Doch die Bilder in meinem Kopf bleiben leblose Abzüge der eigentlichen Ereignisse. Obwohl ich Tag für Tag die kleinen Gedankenschnipsel sortiere, abspeichere und jeden noch so flüchtigen, aber wichtigen Augenblick sorgfältig in meine kleine Gedenk-Bibliothek einordne, gelingt es mir nicht die Erinnerungen am Leben zu erhalten. Sie verblassen mehr und mehr und sind bald kalt und entseelt . Aus farbigen, bewegten Bilder werden graue, staubige Gedankenprotokolle. Gut sortiert, aber tot.
Wir sind, was wir erinnern. Wenn ich mich an die Momente erinnere, in denen ich glücklich war, sollte mich das eigentlich glücklich machen. Und so ist das akribische Sammeln von vergangenen Augenblicken der Versuch, das kleine Glühen einzufangen, welches das Herz schneller schlagen lässt, die Venen erweitert, bis man glaubt, man platzt. Den kleinen Funken, der kurz aufleuchtet um im nächsten Moment für immer verloschen zu sein, zu konservieren...
... um in einsamen Momenten etwas zu haben, das einen wärmt...

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Die Gedanken sind frei!
blackbirdblue, 02:13h
1.13 Uhr...DEN LETZTEN BEISSEN DIE HUNDE!!!
...die flimmernden Worte auf dem Bildschirm kommen einer Aufforderung gleich...Zeit schlafen zu gehen...bevor Clint Eastwood mich mit der Waffe zwingt, die Couch zu verlassen...Fernseher aus, Licht aus, Bett...
Stille!!!
...ich starre ins Dunkel...hilflos der Nacht ausgeliefert...Seufzen!... Bauchlage, Augen wieder zu...draussen weht leise der Wind durch die Bäume...ich denke an die letzten Tage...an IHN...an seine Worte...mein Kopf schmerzt...mein Hals ist trocken...gähnen, wälzen, hinsetzen...Kissen zurecht klopfen...versinken...
Ein Leben im Schatten!
Den Schritt in das Licht
Wage ich nicht.
Die Gedanken sind frei!
Nachts dringen sie ein.
Zermürben mein Sein.
Augen auf!
...der Wecker zeigt 2.15 Uhr...aufstehen...zielloses Wandern durch die Nacht...Fernseher an...zappen, gähnen, zerstreuen...Fernseher wieder aus...Badezimmer...ein kühler Schluck Wasser um die Verzweiflung hinunter zu spülen...im Spiegel - ein Blick ins Leere...
...wieder ins Bett, Licht aus...
...Gedanken schwirren durch den Kopf, wie Blätter durch die Nacht...

...die flimmernden Worte auf dem Bildschirm kommen einer Aufforderung gleich...Zeit schlafen zu gehen...bevor Clint Eastwood mich mit der Waffe zwingt, die Couch zu verlassen...Fernseher aus, Licht aus, Bett...
Stille!!!
...ich starre ins Dunkel...hilflos der Nacht ausgeliefert...Seufzen!... Bauchlage, Augen wieder zu...draussen weht leise der Wind durch die Bäume...ich denke an die letzten Tage...an IHN...an seine Worte...mein Kopf schmerzt...mein Hals ist trocken...gähnen, wälzen, hinsetzen...Kissen zurecht klopfen...versinken...
Ein Leben im Schatten!
Den Schritt in das Licht
Wage ich nicht.
Die Gedanken sind frei!
Nachts dringen sie ein.
Zermürben mein Sein.
Augen auf!
...der Wecker zeigt 2.15 Uhr...aufstehen...zielloses Wandern durch die Nacht...Fernseher an...zappen, gähnen, zerstreuen...Fernseher wieder aus...Badezimmer...ein kühler Schluck Wasser um die Verzweiflung hinunter zu spülen...im Spiegel - ein Blick ins Leere...
...wieder ins Bett, Licht aus...
...Gedanken schwirren durch den Kopf, wie Blätter durch die Nacht...

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